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Visionen für Afrika, eine multimediale Begegnung...vom 18.10.-21.11.2008

20. September 2008

Die Ausstellung, eine Kooperation von Kunst an St. Peter und von LE GRIOT anlässlich der Kunstroute 2008 zeigt einen Blick in die Zukunft dieses Kontinents durch die Brille von 9 zeitgenössischen Künstlern aus Mali, Senegal, Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo (früher: Zaire) und der Elfenbeinküste. Diese Visionen finden ihren Ausdruck in verschiedenen Medien: Installation, Videokunst, Malerei, Photographie, Skulptur und Design.
Die Visionen drehen sich um Themen wie Einheit, die nach Meinung der Künstler von den Afrikanern selbst hergestellt werden muss, um saubere, vom Abfall befreite Städte, um die Stadt als Symbol für die Ursprünglichkeit, die Lebendigkeit, und die Improvisationskunst der afrikanischen Lebensphilosophie, um das Wachrütteln der internationalen Institutionen und Regierungen bezüglich der Kriege in Afrika, um die reiche Kultur Afrikas, die die Brücke zwischen Tradition und Moderne darstellt; es geht um multiple Identitäten, um die Bereicherung durch ?Akkulturation??um ein Afrika, das nicht auf seine Vergangenheit fixiert ist, sondern ein Afrika im Werden, zukunftsorientiert, das ohne sich von den überlieferten Werten los zusagen, aus dem Reichtum der globalisierten Welt schöpft, um seine eigene Zukunft zu bauen.

Vernissage am Samstag, den 18. Oktober 2008 um 19.30 Uhr:
Performance Prince Tshimé (D. R. Kongo)
Begrüßung: Propst Ruprecht van de Weyer, Kunst an St. Peter
Einführung: Dr. Ute Koité-Herschel, Kunstagentur LE GRIOT

St. Peter, Peterskirchhof 1,52062 Aachen
Öffnungszeiten: Do, Fr, So 15-18 Uhr; Sa 11-16 Uhr
Während der Kunstroute: Sa 18.10.08 12-22 Uhr; So 19.10.08 14-18 Uhr


Link: Plakat Ausstellung


Führung durch die Ausstellung am Ostermontag 24.3.08 14 u. 16 Uhr im Afrikacentrum

16. März 2008

Von der Initiatorin von Le Griot Dr. Ute Koité-Herschel
Außerdem findet an diesem Tag im Afrikacentrum ein großer afrikanischer Kunsthandwerksmarkt statt.


LES AFRIQUES, Vernissage am Freitag, 7.3.2008 im Afrikacentrum, Cadier en Keer, Holland

1. März 2008

Werke zeitgenössischer Künstler aus Mali, Senegal, Nigeria, R.D. Kongo und Südafrika, gegenständliche und abstrakte Kunst, vielseitig und zukunftsweisend in Form, Farbe und Technik, präsentiert von der Kunstagentur LE GRIOT aus Aachen in Zusammenarbeit mit dem Afrikacentrum in Cadier en Keer.

Vernissage Freitag 7.3.08 um 19.00 Uhr
Begrüßung: Jo Demarteau, Direktor Afrikacentrum
Einführung: Dr. Ute Koité-Herschel, Kunstagentur LE GRIOT

AFRIKACENTRUM, Rijksweg 15, 6267 AC Cadier en Keer (Holland)
(von Vaals kommend kurz vor der Ortsausfahrt von Cadier en Keer, von der Nationalstraße dem Schild AFRIKAZENTRUM folgen und nach rechts abbiegen; dann weiterhin der Beschilderung folgen.)

7.3.-27.7.08
Öffnungszeiten: Di-So 13.30-17 Uhr



Link: Plakat Ausstellung


Ausstellung GRENZENLOS in der Aula Carolina in Aachen vom 20.12.07 bis 4.1.08

31. Dezember 2007

LE GRIOT präsentierte 18 Künstler aus Mali und Senegal und die Ausstellung war ein voller Erfolg beim Publikum des Dreiländerecks. Die Ausstellung verzeichnete täglich mindestens 200 Besucher.
Anbei Links zu den Presseartikeln.

Link: Die junge Kunst aus Afrika ist "Grenzenlos"


Ausstellung ?Junge Kunst aus Mali (Westafrika)? in der Buchhandlung KOBER in Mannheim am Paradeplatz

3. Februar 2007

Le Griot stellt einen Teil der Werke der Ausstellung ?Junge Kunst aus Mali (Westafrika)?
im Februar 2007 aus ;am 13.2.07 um 18 Uhr führt Fr. Dr. Ute Koité-Herschel, Gründerin der Kunstagentur ?Le Griot? in die Thematik ? Was hat afrikanische Kunst mit unseren Bildern über Afrika und seine Kulturen zu tun? ? ein.



Vernissage "Junge Kunst aus Mali-Westafrika" am 12.12.2006 im Goethe-Institut Mannheim

12. Dezember 2006

Vernissage Einführung von Frau Dr. Ute Koité-Herschel, Initiatorin der Kunstagentur ?Le Griot? anlässlich der Ausstellung ?Junge Kunst aus Mali (Westafrika)? vom 12.12.06-31.1.07 im Goethe-Institut in Mannheim

Meine sehr geehrten Damen und Herren, (??..)

Erlauben Sie mir, mich kurz vorzustellen. Mein Name ist Ute Koité-Herschel. Ich bin die Initiatorin der Kunstagentur ?Le Griot?. Ich bin gebürtige Mannheimerin und war über 20 Jahre in der Entwicklungszusammenarbeit in mehr als 15 afrikanischen Ländern tätig. Seit dieser Zeit habe ich enge Kontakte zu afrikanischen Künstlern in Mali, Senegal, Madagaskar und der D.R. Kongo aufgebaut. Aus eigener Erfahrung kenne ich den sozio-kulturellen Kontext der genannten Länder und die Lebens- und Produktionsbedingungen der zeitgenössischen Künstler.
?Le Griot?, die Agentur für zeitgenössische Kunst aus Afrika, will mit ausgewählter Kunst aus West- und Zentralafrika Brücken bauen zwischen Künstlern aus Entwicklungsländern und Künstlern und Kunstinteressierten aus Europa. Über die Förderung der modernen Kunst aus Afrika möchte ?Le Griot? zur Bewusstseinsbildung der deutschen Bevölkerung beitragen, das heißt auf Potentiale dieses Kontinents hinweisen.
Heute möchte ich zwei Themen in den Vordergrund stellen: die Rezeption der zeitgenössischen Kunst aus Afrika in westlichen Ländern und dann ausdrücklich die zeitgenössische Kunst aus Mali.
Beginnen möchte ich mit einer Frage an Sie: ?Welche Bilder haben Sie im Kopf, wenn Sie an Afrika oder an Kunst aus Afrika denken? Kennen Sie moderne afrikanische Künstler und Künstlerinnen?? Ich habe festgestellt: Wenn ich mich mit Menschen über zeitgenössische afrikanische Kunst unterhalten wollte, hatten sie entweder die traditionelle Stammeskunst mit Masken und Skulpturen im Kopf, oder bestimmte Vorstellungen, wie afrikanische Kunst aussehen sollte. In ihr sollten exotische Elemente zu finden sein.

Diese Bilder in unseren Köpfen haben somit mit der Rezeption afrikanischer Kunst in westlichen Ländern zu tun, mit unseren Vorstellungen, die mit afrikanischer Kunst verbunden sind oder die wir auf sie projizieren: Diese Bilder in unseren Köpfen spiegeln aber auch das weit verbreitete Bild des Kontinents in unseren Medien wieder, das die politischen und kulturellen Beziehungen mitprägt.

Viele Künstler aus Afrika stellen den Begriff ?afrikanische Kunst? in Frage, da sie diesem unterstellen, die Kunst aus kulturell sehr unterschiedlichen Regionen Afrikas zu vereinheitlichen und der afrikanischen Kunst als solcher bestimmte, ihr eigene ? essentielle - Formen und Inhalte zuschreiben. Wenn man die Kunst verschiedener Länder Afrikas gesehen hat, wird man feststellen können, dass sie genauso unterschiedlich ist wie Kunst aus verschiedenen Ländern Europas. Wer erwartet z. B. von einem zeitgenössischen deutschen Künstler, dass man anhand seiner Werke sehen müsse, dass er aus Deutschland oder Europa stammt? Ich glaube niemand.

Abdoulaye Konate, einer der herausragendsten zeitgenössischen Künstler Malis fasst das so zusammen:

? Die ewige Diskussion um den Begriff einer zeitgenössischen afrikanischen Kunst, in der das Wort ?afrikanisch? zu streichen wäre, findet bei jedem Treffen statt. Ich denke, dass wir ein Kulturgut erben, dem wir eine universelle Dimension hinzufügen, die zu unserem Alltag gehört. Ich denke, dass jedes menschliche Wesen seine eigene Identität , seine Einzigartigkeit besitzt... Ich habe immer gesagt, dass alle Bezeichnungen, die afrikanische Künste charakterisieren wollen, sinnlos sind ? seien es die Begriffe ?primitiv, ursprünglich?(auf französisch: ?art sauvage, arts premiers?). Es ist Kunst oder es ist keine Kunst, Schluss. Aber es ist wahr, dass die Leute Anhaltspunkte brauchen, um sich zu orientieren.?

Kunst aus Afrika hat also den legitimen Anspruch universell zu sein. Natürlich haben die Sozialisation eines Künstlers, sein gesellschaftliches und kulturelles Umfeld sowie die Produktionsbedingungen Einfluss auf seine Kunst. Außerdem ist Kunst wie viele andere Lebensbereiche schon globalisiert.

Kunst aus Afrika wie auch andere nicht-westliche Kunst wirft außerdem die Frage auf, ob unsere kunst-historischen Kriterien, die aus der europäischen Kunstgeschichte stammen, noch auf diese Kunst anwendbar sind, oder ob wir nicht neue Kriterien entwickeln sollten.

Ich konnte hier die Problematik der Rezeption nur kurz und fragmentarisch anreißen, aber es war mir ein Anliegen, dies zu tun, damit Sie die ?Junge Kunst aus Mali? besser in den allgemeinen Kontext der Kunst aus Afrika einordnen können.

Warum haben wir die Ausstellung ?Junge Kunst aus Mali? genannt?
Erstens, weil es sich um eine Gruppenausstellung von 12 meistens jungen Talenten zwischen 30 und 40 handelt, die zum ersten Mal in Deutschland ausstellen.
 Jung auch deshalb weil mit der beginnenden Demokratie in den 90 er Jahren das kulturelle Leben in Mali auch von Seiten des Staates eine stärkere Förderung erfährt. Vor allem ist die Hauptstadt Bamako zu einem kulturellen Anziehungspunkt Westafrikas geworden ? mit den ?Tagen der Photographie?, die alle zwei Jahre stattfinden, mit Literaturlesungen, mit Theaterfestivals. So ist seit den 90 er Jahren eine neue Freiheit und Ermutigung zur künstlerischen Produktion gewachsen.
 Jung auch deswegen, da sich die jungen Künstler von der klassischen Malerei und ihren Materialien und Techniken bewusst abgekoppelt haben, um ihren eigenständigen, innovativen und lebendigen Stil zu entwickeln.

Vielseitig, zukunftsorientiert und in der Tradition verwurzelt, so präsentieren sich die Werke der aufstrebenden Künstlerinnen und Künstler aus Mali.
In ihren Gemälden verbinden die jungen afrikanischen Maler die Bilderwelt der Ahnen mit ihren Vorstellungen der Moderne. Über die Symbolik, die Technik und die Farben greifen sie auf alt überlieferte Traditionen, Kenntnisse und Techniken zurück. Viele von ihnen haben die Bogolantechnik, in der traditionell Lehmtücher für Jäger und Frauen hergestellt wurden, weiterentwickelt oder benutzen natürliche Pigmente der rötlichen Kolanuss und der blauen Indigopflanze. In ihre Werke integrieren sie Kaurimuscheln, traditionelle Gebrauchsgegenstände wie die Kalebasse (Hülle des Flaschenkürbis), gewebte Stoffe, aber auch Elemente der arabischen Kalligraphie.
Inhaltlich werden einerseits universelle Themen wie Migration, Globalisierung, Identitätsfindung , aber andererseits auch spezifisch afrikanische Entwicklungen wie der Wertewandel (Ehe, Großfamilie, Dorfstrukturen) und Probleme der Moderne in Afrika (Urbanisierung, Arbeitslosigkeit, Stellung der Frau usw.) aufgegriffen.
Die Werke der jungen Künstlerinnen und Künstler aus Mali laden ein zu einer ?neuen? Begegnung mit dem afrikanischen Kontinent und dessen moderner Kunst.

Vernissage


Link: Bogolan-Technik

















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